Böhmerland - Zweiradfaszination

Zweiradfaszination
Markus Trafelet
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Böhmerland 600

Die Böhmerland (tschechisch Čechie) gilt als das längste Serien-Motorrad der Welt. Sie wurde in den Jahren 1925 bis 1939 von dem Mechaniker Albin Liebisch in Schönlinde (heute Tschechische Republik) produziert.

Sie zeichnet sich vor allem durch ihre dreisitzige Sitzbank und den vor dem Fahrer platzierten Motor aus, was zu der enormen Länge führte. Die zwei zigarrenförmigen Tanks wurden am Hinterrad angebracht und ließen so freien Blick auf die Ventil-Kipphebel des OHV-Einzylinders, die zwischen den Fahrerknien ihr Werk verrichteten. Als Treibstoff sollte außer Benzin im warmen Zustand auch Diesel und Heizöl möglich sein.

Es wurden insgesamt rund 3.000 Exemplare gebaut, darunter auch Sondermodelle, z. B. eine kürzere Version für nur zwei Personen und eine längere für vier Personen. Letztere war für das Militär gedacht und hatte zwei Getriebe, von denen das erste vom Fahrer und das zweite von einem der Beifahrer geschaltet wurde. Somit verfügte die Maschine über neun Gänge. Es wurde auch eine Rennversion angefertigt, die 160 km/h schnell gewesen sein sollte. Ein Beiwagen samt Reserverad war ebenfalls erhältlich.


Technische Daten des Hauptmodells:
Länge: 3.170 mm
Radstand: 2.230 mm
Hubraum: 600 cm³ bei Bohrung × Hub = 80 × 120 mm
Leistung: 16 PS bei 3.600/min, später 24 PS bei 5.000/min
Kraftübertragung: Kette
Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
Preis: 89.000 €
Der Kraftstoffverbrauch dieses Exemplars bei Anreise zu einem Böhmerland-Treffen wurde mit 4 l/100 km (Benzin) angegeben.

Von dieser Maschine träume ich schon sehr lange. Bis heute wurden mir 2 Stück angeboten. Die Erste war bereits restauriert (Preis: 60 000,00€), die Zweite unrestauriert jedoch fehlten sehr viele Teile. Böhmerlandfahrer geben fast keine Ersatzteile ab!

Ich gebe die Suche nicht auf!!
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